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Living in the Philippines

Ein Bericht von Pressia Arifin, Mitglied im Beirat der Stiftung für Kinder

Thema: Alfred Mindermann und Familie
Datum: 10 August 2005
Ort: Isabela, Negros Occidental
Übersetzung: Judith Schipper

 

Hintergrundinformationen

Der 62-jährige Deutsche Alfred Mindermann lebt seit 19 Jahren auf den Philippinen. Früher, während des Marcos-Regimes, war er als Geschäftsmann tätig, wurde aber von seinen Geschäftspartnern bis auf den letzten Pfennig um 1,5 Mio. Dollar betrogen.

Sechs Monate lang nächtigte er im Rizal Park in Manila und gab die Hoffnung nicht auf, dass die Deutsche Botschaft ihm helfen würde, aber außer 100 Pesos bekam er nichts. So saß er auf den Philippinen fest und traf schließlich seine spätere Frau Sonia. Die beiden haben zwei Kinder, einen Sohn (16) und eine Tocher (14), mit denen sie in ihrem gemieteten Haus in Isabela auf der Insel Negros tagtäglich ums Überleben kämpfen. Als sie noch in Antique lebten, schafften sie es, sich fünf Schweine zuzulegen, die sie allerdings verkaufen mussten, weil sie das Geld für das Futter nicht mehr aufbringen konnten. Sie konnten ihren Lebensunterhalt nicht verdienen und wandten sich schließlich in der Hoffnung auf eine Hilfe für einen Neubeginn an die Stiftung für Kinder.



Geographische Lage

Isabela ist eine Kleinstadt etwa 80 km südlich von Bacolod City, der Hauptstadt von Negros Occidental. Man braucht etwa anderthalb Stunden mit dem Auto, mit dem Stadtbus dauert die Fahrt drei Stunden. Der Weg führt über einige holprige und noch im Bau befindliche Straßen, die von großen Reis- und Zuckerrohrfeldern gesäumt sind. Dem fremden Besucher erscheint der Weg wie eine normale Fahrt in einem asiatischen Land, für einen Einheimischen jedoch, wie zum Beispiel für meien Fahrer gelten diese Reis- und Zuckerrohrfelder als mit NPA-Rebellen verseuchtes Gebiet. Die Leute, die ich während der Fahrt zu Gesicht bekomme, sehen aus wie normale Farmer, in Wirklichkeit sind es jedoch NPAs, die uns Fremde beobachten. Die Straße nach Isabela ist bekannt für Überfälle von im Hinterhalt liegenden NPAs. Genau über dem Ort erstreckt sich eine Bergregion, in der die Philippinische Armee Posten unterhält, die vor zwei Monaten von den Rebellen überfallen worden sind. Es wird davon abgeraten, erst spät wieder nach Hause zu fahren und dabei denselben Weg wie den Hinweg zu benützen. Wenn die NPAs ein fremdes Gesicht oder Auto gesichtet haben, warten sie normalerweise so lange, bis dieses fremde Auto zurückkommt und bringen es dann zum Halten, indem sie die Straße blockieren. Sobald der Wagen hält, zwingen sie die Insassen auf den Boden und rauben sie aus. Manchmal nehmen sie auch das Auto mit. 

Um solchen unliebsamen Zwischenfällen aus dem Weg zu gehen, nahmen wir für den Rückweg nach Bacolod eine andere Straße, was uns allerdings die doppelte Zeit kostete. Isabela ist eine nur spärlich entwickelte Stadt. Es gibt dort eine Schule, eine Kirche und ein Rathaus, ebenso einen Markt und einige kleine Unternehmen. Ilonggo heißt der Dialekt, der in dieser Stadt und in der ganzen Provinz gesprochen wird, eine Sprache, die ich weder sprechen noch verstehen kann, außer vielleicht ein paar einzelne Worte.

Wir beginnen unsere Suche nach dem Haus der Mindermanns vom Marktplatz aus. Als wir endlich die Straße gefunden haben, hält mein Fahrer und an, um zu fragen, ob man hier eine gewisse Sonia Mindermann kenne, was man allgemein verneint; erst als wir fragen: "Wissen Sie, wo der Deutsche wohnt?", weist man uns den Weg. Alle meinten, wir sollten die Straße noch weiter bis zum Ende durchfahren. Nachdem wir bestimmt 15 verschiedene Leute gefragt haben, erreichen wir schließlich die Bleibe der Mindermanns, ein blaues, von einem Bambuszaun umgebenes Holzhaus.

 

Die persönliche Situation der Familie Mindermann

Da mein Flugzeug drei Stunden Verspätung gehabt hat, treffen wir erst um 16 Uhr statt wie geplant um 12 Uhr bei den Mindermanns ein. Sonia Mindermann ist überglücklich mich zu sehen und sage, dass sie sich schon Sorgen gemacht habe und tatsächlich, ihr Mann ist gerade im Begriff, mir eine sms zu schicken. Alfred Mindermann tritt aus dem Haus und begrüßt mich. Er ist er eine dünne und schlaksige Erscheinung und sieht etwas älter als 62 Jahre aus.

Mein Ilonggo Fremdenführer und ich betreten das Haus, während der Fahrer draußen wartet. Sogleich strömen die Nachbarn herbei, um zu sehen, wer da wohl gekommen sei. Der Fahrer erzähle mir später, dass man mich für einen Vertreter der Deutschen Botschaft gehalten habe, der gekommen sei, um Herrn Mindermann mit nach Deutschland zurück zu nehmen. Eigentlich wünschen sich die Nachbarn, dass ich Herrn Mindermann mitnehme, da sie seine mißliche Lage sehr bedauern und der Meinung sind, dass Herr Mindermann es nicht verdient habe, ein Leben, wie er es hier führt, fristen zu müssen.

Das Wohnzimmer im Haus misst etwa vier Quadratmeter, der Boden ist aus Beton. Ein vom Wohnzimmer durch einen Vorhang abgetrennter Bereich dient den Mindermann als Schlafzimmer. Außerdem gibt es noch ein altes Fernsehgerät und ein defektes Radio. Ein anderer Vorhang verdeckt den Weg in die Küche, die aus Betonwänden und einem Betonboden besteht; im Badezimmer, das unmittelbar an den Küchenbereich angrenzt, gibt es eine sehr einfache Toilette. Das Dach in der Küche hat so viele Löcher, dass das Wasser bei Regen in die Küche und ins Bad läuft und sogar das Wohnzimmer und den Schlafbereich der Eheleute überschwemmt, berichtet Herr Mindermann.

Dann führt mich Herr Mindermann über eine improvisierte Holztreppe nach oben in das Schlafzimmer der Kinder. Die Kinder schlafen lediglich auf ein paar auf dem Boden liegenden Strohmatten. In einer Ecke sind Kartons übereinander gestapelt, in denen die Kleidung verpackt ist. Herr Wunderlich zeigt mir auch die Löcher im Dach des Kinderzimmers und merkt an, dass die Kinder oft im Schlaf naß geregnet werden.

Für diese ärmliche Behausung bezahlt die Familie monatlich 500 Pesos (ca. 8 Euro). Ungefähr 200 Pesos bezahlen sie außerdem jeden Monat für Strom. Es gibt keine gesicherte Wasserversorgung, also holen sie sich das Wasser aus den nahegelegenen Flüssen. Dieses Wasser nutzen sie für den Haushalt, aber auch als Trinkwasser, außer an sehr regnerischen Tagen, wenn das Wasser wirklich verschmutzt ist. Wie auch immer, sie haben keine Wahl und trinken das Wasser, auch wenn es verschmutzt ist, was bei Herrn Mindermann und seiner Familie oft Durchfall verursacht.

Herr Mindermann zeigt mir eine blaue chirurgische Maske, die er immer trägt, wenn er sich schlafen legt. Er leidet unter den verschiedensten Arten von Luftverunreinigungen in seinem Haus. So kocht zum Beispiel ein Nachbar jede Nacht um 3 Uhr die lokale Spezialität "Puto". Die Kochdünste dringen in sein Haus und in sein Schlafzimmer, wodurch er jedes Mal aufwacht. Aber auch die Straße ist wegen der auch bereits morgens um 3 Uhr vorbeifahrenden Zwei- und Dreiräder eine ständige Quelle der Luftverschmutzung. Abgesehen davon verursacht der Schweinekot im Schweinestall eines anderen Nachbarn auf der Rückseite des Hauses einen fürchterlichen Gestank.


Der Alltag der Mindermanns


Herr Mindermann hat in Deutschland Naturheilkunde studiert, aber als Ausländer wird er als Anwender dieser Heilkunst nicht anerkannt. Auf den Philippinen gibt es einen bestimmten Spezialisten in Naturheilkunde, der sich "albularyo" nennt und normalerweise von der Bevölkerung in der Stadt anerkannt wird. Einem "albularyo" werden auch spirituelle und mystische Fähigkeiten zugeschrieben und nicht die wissenschaftlichen Methoden des Herrn Mindermann. Die Naturheilkunde, die er bei sich selbst, bei seiner Frau und seinen Kindern anwendet, hilft ihnen beim Überleben.
Für Medikamente und vor allem für Krankenhausbehandlungen haben sie kein Geld. Herr Mindermann erinnert sich an die Zeit, als er gleichzeitig an der Ruhr, Durchfall und an irgendeiner Viruserkrankung litt. Er musste zu Hause bleiben und behandelte sich selbst mit verschiedenen Kräutern, bis die Krankheit vorbei war. Er zeigt auf seinen Mund und bedeutet mir, dass er keine Zähne mehr habe, weil er sich einen Zahnarzt nicht leisten konnte.

Ich frage sie, was sie denn essen und woher sie die Nahrung bekommen. Er antwortet, dass sie von einem auf den anderen Tag zu überleben versuchen. Mahlzeiten nehmen sie nur morgens und abends zu sich, Mittagessen gibt es nicht, da die Kinder ja dann in der Schule sind. Nun, da sie keinerlei Lebensunterhalt verdienen, versuchen sie alles mögliche zu Geld zu machen. Manchmal versucht Herr Mindermann ein Produkt in der Stadt zu bekommen, um es dann in der Gemeinde wieder zu verkaufen. An den Tagen, an denen sie nichts haben, verkaufen sie sogar ihre Kleidung. Einer der Nachbarn erzählt meinem Fahrer, dass Herr Mindermann ihnen sein Hemd für 40 Pesos verkauft hat, um für das Geld einen Kilo Reis zu kaufen. Manchmal leihen die Mindermanns Geld von den Nachbarn. Ein anderer Nachbar erzählt, dass sie dem "armen, alten Deutschen" aus Mitleid manchmal etwas leihen, obwohl sie selbst kaum etwas haben. Die Mindermanns verkaufen Kleidung oder sonst etwas, was sich eignet. Sonia Mindermann ist der Ernährer der Familie, da Alfred Mindermann als Ausländer insbesondere in einer ländlichen Gegend nicht arbeiten kann. Eigentlich ist es egal, ob Herr Mindermann arm ist oder nicht; allein die Tatsache, dass er weiß ist und blaue Augen hat, lässt die Leute glauben, dass er viel Geld habe und deshalb kann er sich nicht einfach eine Arbeit suchen wie jeder andere auch.

Als Sonia Mindermann mit meinem Ilonggo Fremdenführer spricht, fängt sie vor lauter Traurigkeit über die Situation ihres Ehemannes an zu weinen; darüber, wie er jeden Tag mit ihnen ums Überleben kämpft und dass niemand versucht, ihm zu helfen, weder die Deutsche Botschaft noch der kleine Rest seiner Familie. Herr Mindermann erinnert sich daran, wie ihn seine Schwägerin zurückgewiesen hat, als er das letzte Mal in Deutschland war, um seinen Bruder zu sehen. Er hat auch noch eine Schwester, die er aber nicht ausfindig machen kann. Seine Rente vom deutschen Staat kann er erst ab 2009 beziehen. Als er Arbeitslosengeld geltend machten wollte, verweigerte man ihm diese Fürsorgeleitung, weil er einen Tag zu spät gekommen war. Er hatte gehofft, von diesem Arbeitslosengeld leben zu können. Sein Rentenalter wird er wahrscheinlich nicht in Deutschland verleben können, da ihm nur 275 Euro ausbezahlt werden, mit denen er auf den Philippinen aber über die Runden kommen könnte. Er bezweifelt, dass er jemals diese 275 Euro bekommen wird.


Wohnprobleme


Die Mindermanns sind aufgefordert worden, zum 1. September 2005 aus ihrem Haus auszuziehen. Anlass waren Reparaturen, die Herr Mindermann auf eigene Kosten im Haus durchgeführt hat, wie etwa die Betonierung des Bodens, der vorher aus Erde war, und die Ausbesserung der Fenster. Herr Mindermann war davon ausgegangen, dass er das Geld für die getätigten Investitionen vom Vermieter erstattet bekommen würde, aber dieser war wohl anderer Auffassung. Er war der Meinung, dass die Renovierungsarbeit im Haus eine Initiative von Herrn Mindermann war und folglich in seiner Verantwortlichkeit läge. Herr Mindermann beschloss daraufhin, die Miete so lange nicht mehr zu bezahlen, bis der investierte Betrag abgewohnt worden wäre. Infolgedessen wurde ihnen zum Monatsende der Mietvertrag gekündigt. Einen Auszug aus dem Haus können sie sich finanziell allerdings gar nicht erlauben, weil die Miete woanders mindestens 2 500 Pesos (ca. 35 Euro) betragen würde.

Während ich einige Fotos mache, entschuldigt sich Herr Mindermann für die unzureichenden Lichtverhältnisse im Haus, aber mehr als eine Glühbirne in seinem Wohn- und Schlafzimmer könne er sich einfach nicht leisten.

 

Die Kinder der Mindermanns

Alfred und Sonia Mindermann haben zwei Kinder, ein Mädchen von 14 Jahren und einen Jungen von 16 Jahren. Sie besuchen die nahegelegene Isabela National School, eine Privatschule, die pro Kind 100 Pesos kostet, daneben sind noch einige sehr kostspielige Jahresprojekte mit jeweils 350 Pesos zu finanzieren. Da die Fahrtkosten vom Haus der Mindermanns bis in die Stadt pro Person 5 Pesos betragen, gehen die Kinder zu Fuß zur Schule, selbst an regnerischen Tagen, wenn die Straßen extrem matschig sind. Ich selbst konnte mich mit den Kindern nicht unterhalten, da sie nur Ilonggo sprechen, aber mein Fremdenführer sagt, sie seien sehr nette und einfache Kinder, die sich nicht beklagen. Von den Nachbarn ernten sie Bewunderung dafür, dass sie jeden Tag beharrlich den Schulweg antreten, selbst wenn es manchmal aufgrund der Straßenverhältnisse unmöglich ist. Sie sprechen kein Wort Deutsch. Obwohl sie Kinder eines deutschen Staatsbürgers sind, bekommen sie kein Kindergeld. Der deutsche Staat begründet das damit, dass die Kinder ihren Lebensmittelpunkt auf den Philippinen und nicht in Deutschland haben.



Gesetzliche Probleme


Herr Mindermann hat das Gefühl, dass ihm als Deutscher seine bürgerlichen und sozialen Rechte entzogen wurden. Er bekommt weder Arbeitslosengeld noch Rente, seine Kinder erhalten keine finanzielle Unterstützung, so dass es ihnen unmöglich ist, sich ein besseres Leben einzurichten, weder hier noch in Deutschland. Er bekommt keinerlei staatliche Sozialleistungen. Darüber hinaus ist er besonders erbittert darüber, dass Deutschland sich Ausländern gegenüber sehr aufgeschlossen zeigt, Einwanderung begrüßt und Ausländern hilft, mit ihrer wirtschaftlichen sozialen Lage zurechtzukommen; aber einem Landsmann helfen sie nicht. Auf den Philippinen erfährt er weder Hilfe von irgendwelchen Ausländern noch von Deutschen. Bevor er Hilfe bei der Stiftung fand, hat er sich schriftlich an etwa 15 potentielle Wohltätigkeitsorganisationen gewandt, alle außer uns haben ihn zurückgewiesen.



Erforderliche Hilfe

Um ein neues und besseres Leben beginnen und um seinen ältesten Sohn zum College schicken zu können, würde sich Herr Mindermann gern der Schweinezucht widmen. Er zeigt mir ein etwa 100 Quadratmeter großes Grundstück, welches er dafür gern erwerben würde (25 000 Pesos). Er zeigt mir auch, wo er ein Bambushaus mit einem Klärtank für die Toilette bauen möchte (40 000 Pesos) und wo er gerne 10 Schweine (Wert: 1 500 pro Schwein) aufziehen würde. Er braucht Schweinefutter im Wert von 3 500 Pesos im Monat, etwa sechs Monate lang, bis die Schweine groß genug sind, um verkauft werden zu können.


Bewertung des Problems

Die Grundbedürfnisse der Mindermanns bestehen darin, ein Dach über dem Kopf zu haben und sich ernähren zu können. Meines Erachtens benötigen sie nicht auf einmal gleich 10 Schweine, sie könnten mit einer niedrigeren Anzahl starten, das Geschäft würde dann von selbst wachsen. Ich habe Herrn Mindermann auch gefragt, ob er das Grundstück auf Raten abzahlen könne, er erklärte, das könne arrangiert werden. Das heißt, dass es ihnen möglich wäre, das Grundstück mit dem Geld zu finanzieren, was sie schließlich erwirtschaften. Ich denke, dass die von uns in Erwägung gezogene Unterstützung in Höhe von 1.000 Euro (jetzt etwa 69 000 Pesos wert) für eine Anzahlung auf das Grundstück, für den Hausbau und für den Kauf von mindestens sechs Schweinen reichen wird. Ich habe Herrn Mindermann schon gesagt, dass wir nicht für alles aufkommen können, aber wir werden ihm, soweit es uns möglich ist, helfen. Er erinnert mich immer wieder daran, dass Herr Arnsperger ihm bereits 1 000 Euro versprochen habe.


Fazit


Vor meiner Heimreise bat ich meinen Ilonggo Fremdenführer, zum Kaufhaus im Ort zu gehen, um der Familie etwas zum Essen und zum Trinken zu besorgen. Herr Mindermann freute sich sehr über etwas Brot und Coca Cola. Als ich Herrn Mindermann die 30 000 Pesos aushändigte, hatte er Tränen in den Augen und zitterte so sehr, dass er das Papier, auf dem er mir den Erhalt des Geldes quittieren sollte, nicht richtig unterschreiben konnte.

 

Anmerkungen der Stiftung

Ursprünglich aufmerksam gemacht wurde die Stiftung auf Herrn Mindermann im Jahr 2005 durch ein Hilfeersuchen der Diakonie in Augsburg, in welchem diese um seine Betreuung in den Philippinen bat. Herr Mindermann hatte vergeblich wegen seiner Rente in Augsburg vorgesprochen und dort unter Verzicht auf jegliche Rentenansprüche lediglich ein Rückflugticket in die Philippinen erhalten. Im Sommer 2009 erhielt der Vorstand aus Marseille die Nachricht einer früheren deutschen Ehefrau, in welcher diese mitteilte, dass Herr Mindermann in Deutschland als Oberkellner gearbeitet, es nie länger als 3 bis 4 Monate an einem Arbeitsplatz ausgehalten und Deutschland wegen seiner Schulden verlassen habe. In Holland habe er zwei Ex-Frauen mit Kindern zurück gelassen. Der Kontakt zu seinen Geschwistern sei wegen seiner Unstetigkeit abgerissen.

Nebenstehend die Bilder der alten und neuen Behausung der Familie Mindermann, der es mit Hilfe der Stiftung gelungen ist, eine neue Existenz, eine Schweinezucht, aufzubauen.

Das alte Haus mit der Mietwohnung + der neue Bauplatz, November 2005

Zugang zum Bauplatz + Herr Mindermann vor seinem neuen Haus

Blick auf den Schweinestall + das neue Haus

Herr Alfred Mindermann ist am 27. September 2007 nach schwerer Krankheit verstorben.